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Dekolletee im Rahmen einer Brustbehandlung bei Frau Dr. Pirkko Schuppan in Köln
DR. Pirkko schuppan

DR. Pirkko schuppan

Plastisch-ästhetische Chirurgin

Brustvergrößerung: runde oder anatomische Implantate?

In der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie zählt sie zu den am häufigsten vorgenommenen Eingriffen: die Brustvergrößerung. Insbesondere die Augmentation mithilfe von Brustimplantaten ist bei Patientinnen beliebt. Konkrete Zahlen darüber, wie viele Brustvergrößerungen pro Jahr in Deutschland durchgeführt werden, gibt es nicht. Schätzungen gehen jedoch von etwa 25.000 bis 30.000 Operationen aus. Eine Brustvergrößerung ist mit verschiedenen Entscheidungen verbunden, darunter auch, welche Implantatform verwendet werden soll. Denn Brustimplantat ist nicht gleich Brustimplantat. Es gibt sie in verschiedenen Größen, in unterschiedlichen Formen, mit oder ohne Oberflächenstruktur und auch das Füllmaterial kann variieren.

In dem folgenden Beitrag möchte ich die Implantatformen etwas näher beleuchten und darauf eingehen, welche Implantate ich in meiner Praxis verwende.  

Die Brustvergrößerung mit runden Brustimplantaten

Der Großteil der brustchirurgischen Eingriffe wird mit runden Implantaten vorgenommen. Sie besitzen ein kugelförmiges Aussehen und erzielen eine gleichmäßige Volumenzunahme an der Brust. Da der weiblichen Brust mit den runden Implantaten eine einheitliche gerundete Form gegeben wird, wirkt das Dekolleté in der Regel voller. Daher ist es wichtig, bei runden Implantaten auf eine optimale Implantatgröße zu achten, damit die Brüste nicht künstlich oder überproportional wirken, sondern ein harmonisches Aussehen erreicht wird. Vor allem bei erschlafften Brüsten mit starken Volumendefiziten eignen sich für gewöhnlich runde Implantate besser als das anatomische Pendant, um das gewünschte Erscheinungsbild hervorzurufen.

Runde Implantate besitzen zudem den Vorteil, dass ein eventuelles Drehen der Implantate keine Auswirkungen auf das Aussehen der Brüste nimmt. Durch das gleichmäßige Volumen fällt eine mögliche Rotation optisch nicht auf.

Die Brustvergrößerung mit anatomischen Brustimplantaten

Neben den runden Implantaten können für eine Brustvergrößerung auch anatomische Brustimplantate verwendet werden. Sie sind dem natürlichen Erscheinungsbild der weiblichen Brust nachempfunden. Dementsprechend sind sie im oberen Teil schmaler und werden nach unten hin breiter. Aus diesem Grund werden sie oftmals auch als tropfenförmige Implantate bezeichnet.

Anatomische Brustimplantate besitzen den Vorteil, dass sie weniger auffallen als runde Silikonimplantate. Da sie dem Aussehen der weiblichen Brust ähneln, wirken selbst größere anatomische Implantate weniger „künstlich“. Zu den Nachteilen dieser Implantatform gehört, dass es zu unliebsamen optischen Veränderungen der Brust kommen kann, sollte sich das Implantat drehen. Im Gegensatz zu runden Implantaten kann dies bei tropfenförmigen Implantaten durchaus Auswirkungen auf das Aussehen der Brüste nehmen. In einigen Fällen ist dann eine operative Korrektur notwendig, um die harmonische Form der Brüste wiederherzustellen.

Wie entscheidet sich, welche Implantatformen verwendet werden?

Für die einzelnen Brustimplantatformen lassen sich jeweils Vor- und Nachteile finden, die im persönlichen Beratungsgespräch zwischen Arzt und Patientin gegenübergestellt werden. Abhängig von dem Befund, der individuellen Ausgangssituation und dem gewünschten Ergebnis wird das Vorgehen bei der Brustvergrößerung genauestens an die Patientin angepasst. Neben den Vorstellungen und Wünschen der Patientin fließen natürlich auch die Erfahrung und Empfehlungen des Experten in die Entscheidung mit ein, ob runde oder anatomische Brustimplantate verwendet werden. Daher ist es sehr wichtig, dass sich die Patientinnen ausschließlich einem erfahrenen Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie anvertrauen, da Ärzte mit diesem Facharzttitel über das notwendige Know-how und die benötigte Expertise für eine Brustvergrößerung verfügen.

Zum Ergebnis trägt auch die Lage der Implantate bei

Das Erscheinungsbild der Brust nach der Brust-OP wird nicht nur durch die Größe und Form der Implantate bestimmt. Auch die Positionierung des Brustimplantats im Gewebe hat Einfluss darauf, wie die Brüste nach dem Eingriff und der Heilungsphase aussehen. Implantate können über oder unter dem Brustmuskel positioniert werden. Jede der Techniken hat ihre Vor- und Nachteile.

Weitere Informationen zur Lage der Brustimplantate können Sie in unserem Blogbeitrag „Brustvergrößerung: Implantate über oder unter dem Brustmuskel?“ nachlesen.

Die Brustvergrößerung in der Praxis Dr. Schuppan – mit runden Implantaten

In meiner Praxis führe ich die Brustvergrößerung nur noch mit runden Brustimplantaten durch. Aus meiner Erfahrung heraus lässt sich mithilfe von runden Brustimplantaten und chirurgischem Geschick eine natürlich aussehende und harmonische Brustform erzielen. Zugleich sind die spezifischen Risiken wie Deformierungen durch Drehen des Implantats deutlich geringer. Des Weiteren besitzen die von mir verwendeten Brustimplantate ein sehr geringes Risiko für das Auftreten eines Brustimplantat-assoziierten anaplastisch-großzelligen Lymphoms (BIA-ALCL). Hierbei handelt es sich um eine seltene Form des Non-Hodgkin-Lymphoms. Anatomische Implantate besitzen oftmals eine texturierte Oberfläche, damit sie einen besseren Halt im Gewebe erzielen. Es wird angenommen, dass eine texturierte Oberfläche bei Brustimplantaten das Risiko für BIA-ALCL erhöht. Zur Sicherheit meiner Patientinnen arbeite ich daher ausschließlich mit runden Brustimplantaten.

Mehr zum Thema BIA-ALCL können Sie in meinem Blogbeitrag „Anaplastisches großzelliges Lymphom (ALCL): Was ist dran am Krebsrisiko bei Brustimplantaten?“ nachlesen.

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